Adrien - Montag 2 Februar 2026

💊 Welcher Zusammenhang besteht zwischen säurehemmenden Medikamenten und Magenkrebs?

Häufig verschriebene Medikamente gegen Magenübersäuerung, wie Protonenpumpenhemmer, stehen immer wieder im Mittelpunkt von Diskussionen über ihre Langzeitsicherheit. Frühere Untersuchungen ließen tatsächlich Zweifel an einem möglicherweise erhöhten Magenkrebsrisiko aufkommen, was bei Patienten und Klinikern Unsicherheit schürte.

Eine umfangreiche, in fünf nordischen Ländern durchgeführte Studie bringt nun Klarheit. Durch die Auswertung medizinischer Daten aus einem Zeitraum von mehr als einem Vierteljahrhundert konnten die Wissenschaftler diese Hypothese mit außergewöhnlicher Genauigkeit untersuchen.


Illustrationsbild Pixabay

Zu diesem Zweck verglich das Team mithilfe nationaler Gesundheitsregister mehrere Tausend Fälle von Magenkrebs mit einer großen Kontrollgruppe. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, Faktoren auszuschließen, die die Ergebnisse verfälschen könnten, wie etwa frühe Krankheitssymptome oder die Einnahme von Medikamenten im Jahr vor der Diagnose. Diese Methode ermöglichte es, externe Einflüsse zu begrenzen.


Nach Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie einer Helicobacter-pylori-Infektion oder des Lebensstils entdeckten die Forscher keinen Zusammenhang zwischen der Langzeitanwendung von Protonenpumpenhemmern und dem Auftreten von Krebs. Diese Feststellung gilt auch für andere säurehemmende Behandlungen. Diese Daten, die in The BMJ veröffentlicht wurden, erstrecken sich von 1994 bis 2020.

Diese Forschung, obwohl beobachtender Natur und nicht in der Lage, einen direkten Kausalzusammenhang herzustellen, profitiert von einer soliden Methodik, die die Fehler früherer Studien begrenzt. Ihre Autoren sind der Ansicht, dass diese Ergebnisse geeignet sind, Personen zu beruhigen, die eine Langzeitbehandlung benötigen. Sie weisen darauf hin, dass die Untersuchung viele identifizierte Risikofaktoren einbezogen hat.

Für Fachleute im Gesundheitswesen bietet diese Arbeit eine verlässliche Grundlage für die Ausrichtung von Verschreibungen. Sie trägt dazu bei, Befürchtungen abzubauen und die Versorgung bei häufigen Verdauungsstörungen zu optimieren. Der Umfang der Analyse mit Teilnehmern aus verschiedenen Ländern unterstreicht die Robustheit der Beobachtungen.

Die Rolle der Magensäure für die Gesundheit


Die Magensäure ist für die Verdauung unerlässlich, da sie am Abbau der Nahrung und an der Abwehr bestimmter Bakterien beteiligt ist. Sie wird von spezialisierten Zellen im Magen produziert und hält ein Umfeld aufrecht, das die Aufnahme von Nährstoffen begünstigt. Ohne sie wäre der Verdauungsprozess weniger effizient.

Wenn diese Säure durch Medikamente wie Protonenpumpenhemmer reduziert wird, können dadurch Symptome wie Sodbrennen oder Geschwüre gelindert werden. Diese Verringerung hatte jedoch Fragen aufgeworfen, insbesondere die Befürchtung, dass sie die Vermehrung schädlicher Bakterien begünstigen könnte, die möglicherweise mit einem Tumorrisiko in Verbindung stehen.

Frühere Untersuchungen hatten diesen Ansatz verfolgt, jedoch manchmal mit weniger strengen Methoden. Die aktuelle Arbeit zeigt, dass bei angemessener Anpassung der Parameter kein nennenswerter Zusammenhang erkennbar ist. Dies deutet darauf hin, dass eine medizinisch gerechtfertigte Reduzierung der Säure nicht mit einem zusätzlichen Magenkrebsrisiko einhergeht.

Quelle: BMJ
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