Adrien - Sonntag 24 Mai 2026

🌀 Was sind diese wirbelnden Wolkenformationen, die über der Antarktis beobachtet wurden?

Vom Weltraum aus hat ein Satellit ein seltsames Schauspiel festgehalten: Wolken, die sich in perfekten Spiralen über der Antarktis kräuseln. Diese luftigen Muster gleichen riesigen Abdrücken auf der eisigen Weite. Ein seltenes meteorologisches Phänomen, dessen Schönheit sich nur aus der orbitalen Höhe offenbart.

Diese wirbelnden Gebilde tragen den Namen "von-Kármán-Wirbelstraßen". Sie entstehen, wenn starke Winde auf ein massives Hindernis treffen, wie einen Berg oder einen Vulkan. Die Luft umströmt das Hindernis und beginnt zu wellen, wodurch abwechselnde Spiralen entstehen, die sich über Kilometer erstrecken. In diesem Fall wehten die Winde mit mehr als 55 km/h.


Die von-Kármán-Wirbelstraßen über der verschneiten Tundra nahe der Peter-I.-Insel in der Antarktis, am 11. Februar 2026.
Bildnachweis: NASA Earth Observatory/Michala Garrison


Das Hindernis, das für dieses Schauspiel verantwortlich ist, ist die Peter-I.-Insel, ein unbewohnter Vulkan vor der antarktischen Küste. Dieser Vulkan erhebt sich mehr als 1.615 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist von den eisigen Gewässern der Bellingshausen-See im Südpolarmeer umgeben. Seine jüngsten Ausbrüche zeugen von einer noch aktiven vulkanischen Tätigkeit.

Das Bild wurde vom NASA-Satelliten Landsat 8 mit seinem Instrument Operational Land Imager (OLI) aufgenommen. Der 2013 gestartete Satellit ist Teil einer langen Reihe von Erdbeobachtungsmissionen, die 1972 begann.

Diese Bilder von Wolkenwirbeln sind nicht nur ästhetisch: Sie helfen Wissenschaftlern, die Wechselwirkungen zwischen Winden und Gelände besser zu verstehen. Die von den Landsat-Missionen gesammelten Daten helfen auch Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Felder und Forschern bei der Verfolgung der Auswirkungen des Klimawandels.

Quelle: NASA Earth Observatory
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