Im Herzen Thailands befindet sich eine erstaunliche Felsformation. Hin Sam Wan, oder der Drei-Wale-Felsen, bietet mit seinen drei riesigen, langgestreckten Felsbrocken ein einzigartiges Naturschauspiel.
Diese natürlichen Skulpturen, die 75 Millionen Jahre alt sind, verdanken ihre Form der Erosion und tektonischen Bewegungen. Wind und Regen haben geduldig den Sandstein geformt und so Silhouetten geschaffen, die an eine Familie von Walen erinnern, die Seite an Seite schwimmen.
Diese geologische Kuriosität befindet sich im Phu Sing Waldpark nahe der laotischen Grenze und zieht Wanderbegeisterte an. Nur die beiden größten 'Wale' sind für die Öffentlichkeit zugänglich, der kleinste steht aus Gründen des Naturschutzes unter Schutz.
Besucher können von den Gipfeln der Felsen aus einen atemberaubenden Blick auf den Mekong und die Berge von Laos genießen. Diese Perspektive verstärkt die Illusion, dass diese steinernen Riesen gestrandete Meeresbewohner in einem Meer aus Grün sind.
Die Region, bekannt als Khorat-Plateau, ist ein wahres paläontologisches Juwel. Sie beherbergt Fossilien aus der Kreidezeit, Zeugen einer Ära, in der Dinosaurier noch die Erde beherrschten.
Der Phu Sing Park und seine steinernen Wale sind heute unter Schutz gestellt. Diese Maßnahme soll die einzigartige Landschaft für zukünftige Generationen bewahren.
Wie formt Erosion so präzise Gestalten?
Erosion ist ein natürlicher Prozess, der die Erdoberfläche langsam verändert. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von Wind, Regen und Temperaturschwankungen auf Gestein. Diese Kräfte tragen weniger widerstandsfähiges Material ab und lassen härtere Formen zurück.
Im Fall von Hin Sam Wan erwies sich der Sandstein, ein Sedimentgestein, als besonders anfällig für diese Phänomene. Seine körnige Zusammensetzung ermöglicht es Wasser einzudringen und bestimmte Mineralien aufzulösen, was diese natürliche Bildhauerarbeit begünstigt.
Risse im Gestein spielten ebenfalls eine Schlüsselrolle. Sie lenkten die Erosion und schufen klare Trennungen zwischen den drei 'Walen'. Dieser Prozess erklärt, warum die Felsen so deutlich voneinander getrennt erscheinen.
Über Millionen von Jahren haben diese wiederholten Einwirkungen eine einfache Felsformation in ein natürliches Kunstwerk verwandelt, das die Kraft und Geduld geologischer Kräfte bezeugt.
Warum sind manche Bereiche für die Öffentlichkeit gesperrt?
Der Schutz von Naturstätten wie Hin Sam Wan ist entscheidend für den Erhalt ihrer Integrität. Für Besucher gesperrte Zonen sind oft empfindlich oder bergen Sicherheitsrisiken.
Beim kleinsten 'Wal' ist der Zugang beschränkt, um eine beschleunigte Erosion durch Betreten zu vermeiden. Die Felsen, obwohl massiv, können durch zu starke Frequentierung beschädigt werden.
Diese Schutzmaßnahmen bewahren auch die umgebende Biodiversität. Der Phu Sing Park beheimatet eine einzigartige Flora und Fauna, die empfindlich auf menschliche Störungen reagiert.
Zudem hilft die Zugangsbeschränkung zu bestimmten Bereichen, das natürliche Gleichgewicht des Ortes zu erhalten. So wird sichergestellt, dass auch zukünftige Generationen diese geologischen Wunder bewundern können.
Quelle: International Journal of Geoheritage and Parks