Adrien - Mittwoch 1 April 2026

🦟 Warum übertragen Mücken das afrikanische Zika-Virus effizienter als das asiatische?

In einer Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde, untersuchten Forscher, warum Mücken afrikanische Stämme des Zika-Virus effizienter übertragen als asiatische Stämme.

Sie zeigen, dass dieser Unterschied auf mehreren spezifischen viralen Genen beruht und dass es unwahrscheinlich ist, dass die asiatischen Stämme, die bisher die einzigen Verursacher menschlicher Epidemien sind, so übertragbar werden wie die afrikanischen Stämme.


Illustrationsbild Pixabay

Das Zika-Virus, das vor allem als Ursache für Epidemien bekannt ist, die mit Geburtsfehlern und neurologischen Störungen in Verbindung gebracht werden, wird hauptsächlich durch die Mücke Aedes aegypti übertragen. Es teilt sich in zwei Hauptlinien: eine afrikanische und eine asiatische. Es wird jedoch festgestellt, dass Mücken die afrikanischen Virusstämme effizienter übertragen als ihre asiatischen Varianten. Diesen Unterschied zu verstehen, ist entscheidend, um das Risiko künftiger Epidemien zu bewerten und wirksame Präventionsstrategien zu entwickeln.


Forscher des Labors für Evolutionsgenomik, Modellierung und Gesundheit (GEMS – CNRS / Institut Pasteur) verwendeten chimäre Viren, die aus genetischen Konstrukten stammen, bei denen Segmente von Ausgangsgenomen ausgetauscht wurden, um diese beiden Stämme zu vergleichen und zu bestimmen, welche Gene die Übertragung beeinflussen.

Sie entdeckten, dass mehrere Gene für die Effizienz der Passage des Virus durch die Mücke verantwortlich sind. Die strukturellen Gene, die die "Hülle" des Virus formen, fördern seine Internalisierung, während die nicht-strukturellen Gene an der Replikation des viralen Genoms und der Produktion infektiöser Partikel beteiligt sind.

Die erzielten Ergebnisse sind beruhigend, denn sie zeigen, dass es unwahrscheinlich ist, dass die asiatischen Stämme, die bisher die einzigen Verursacher menschlicher Epidemien sind, sich durch einfache Mutationen so entwickeln, dass sie so übertragbar werden wie die afrikanischen Stämme. Durch die Identifizierung der beteiligten Schlüsselgene eröffnet diese Forschung Perspektiven für neue therapeutische und präventive Ansatzpunkte.

Diese Informationen werden es auch ermöglichen, die künftige Entwicklung des Virus besser abzuschätzen und den Kampf gegen seine Ausbreitung zu verstärken.


Konzeptmodell der Dynamik der Virusinfektion in der Mücke. Das Mückenbild wurde in BioRender erstellt.
© Shiho Torii

Quelle: CNRS INEE
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