Adrien - Montag 12 Januar 2026

🩸 Warum erhöht Typ-2-Diabetes das Risiko für Herzerkrankungen?

Menschen mit Typ-2-Diabetes beobachten mit der Zeit eine Zunahme des Risikos, an Herzerkrankungen zu leiden. Warum verschärft sich diese Bedrohung mit der Zeit?

In der Zeitschrift Diabetes von Forschern des Karolinska-Instituts veröffentlichte Arbeiten zeigen, dass die Krankheitsdauer das Auftreten von Veränderungen in den roten Blutkörperchen entscheidend beeinflusst.


Das Team untersuchte sowohl Tiermodelle als auch Patienten mit Typ-2-Diabetes. Es beobachtete, dass rote Blutkörperchen, die nach vielen Jahren der Erkrankung entnommen wurden, die normale Funktion der Gefäße störten. Im Gegensatz dazu verursachten die von neu diagnostizierten Patienten dieses Problem nicht. Nach sieben Jahren Nachbeobachtung zeigten dieselben Patienten jedoch vergleichbare Veränderungen in ihren Blutzellen.


Ein zentrales Element dieser Transformation ist das Molekül mikroRNA-210. Die Untersuchungen zeigten, dass die Wiederherstellung der Spiegel dieses Moleküls in den roten Blutkörperchen die Gefäßfunktion verbesserte. Laut der Studie ebnet diese Beobachtung den Weg für die Verwendung von mikroRNA-210 als Frühindikator für kardiovaskuläre Risiken bei Menschen mit Diabetes.

Diese Arbeiten könnten zur Entwicklung eines einfachen Tests führen, um die Patienten mit dem höchsten Risiko zu identifizieren, bevor erhebliche Gefäßschäden auftreten. Die Autoren gehen davon aus, dass dies gezieltere und effektivere Präventionsmaßnahmen ermöglicht und so schwerwiegende Komplikationen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle reduziert.

Die nächsten Schritte bestehen darin, diesen Biomarker in größeren Studien mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu validieren. Das Ziel ist, seine Zuverlässigkeit und seinen klinischen Nutzen für die Früherkennung zu bestätigen. Dieser Ansatz könnte das Diabetesmanagement verändern, indem er den Schwerpunkt auf personalisierte Prävention legt.

Die wesentliche Rolle der roten Blutkörperchen im Organismus


Rote Blutkörperchen oder Erythrozyten sind Blutzellen, die auf den Transport von Sauerstoff von der Lunge zu allen Geweben des Körpers spezialisiert sind. Ihre bikonkave Scheibenform und ihre Flexibilität ermöglichen es ihnen, leicht durch die Blutgefäße zu zirkulieren, selbst durch die engsten. Diese Funktion ist lebenswichtig, um die für die Funktion der Organe und Muskeln notwendige Energie bereitzustellen.

Neben Sauerstoff tragen rote Blutkörperchen auch zum Transport von Kohlendioxid, einem Stoffwechselabfallprodukt, zur Lunge bei, wo es ausgeatmet wird. Sie enthalten Hämoglobin, ein eisenreiches Protein, das an Sauerstoff bindet und ihm seine charakteristische rote Farbe verleiht. Die Produktion dieser Zellen wird durch das Knochenmark als Reaktion auf die Bedürfnisse des Organismus reguliert.


Unter normalen Bedingungen haben rote Blutkörperchen eine Lebensdauer von etwa 120 Tagen, bevor sie vom Körper recycelt werden. Ihr reibungsloses Funktionieren hängt von mehreren Faktoren ab, darunter eine ausgewogene Ernährung mit Eisen und Vitaminen. Wenn sie verändert sind, beispielsweise bei bestimmten Krankheiten, kann dies die Sauerstoffversorgung der Gewebe beeinträchtigen und zu Gesundheitsproblemen führen.

Ihre Biologie zu verstehen hilft zu erklären, wie Veränderungen, wie sie bei Diabetes beobachtet werden, Auswirkungen auf das gesamte Herz-Kreislauf-System haben können. Dieses Wissen ist grundlegend für die Entwicklung von Präventions- und Behandlungsstrategien.

Quelle: Diabetes
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