Adrien - Sonntag 26 April 2026

📏 Vergesst den BMI, euer Herz wird es euch danken

Der Taillenumfang könnte ein viel zuverlässigerer Indikator für Herzrisiken sein als der Body-Mass-Index (BMI).

Überschüssiges Bauchfett erhöht die Gefahren für das Herz signifikant, selbst bei Menschen mit Normalgewicht. Dieses Ergebnis stammt aus einer Studie, die auf den wissenschaftlichen Tagungen der American Heart Association 2026 vorgestellt wurde.


Illustrationsbild Unsplash

Das viszerale Fett, das sich um die inneren Organe wie Leber und Darm befindet, unterscheidet sich vom subkutanen Fett unter der Haut. Im Gegensatz zu letzterem ist es metabolisch sehr aktiv. Es setzt kontinuierlich Substanzen wie freie Fettsäuren und Zytokine in den Blutkreislauf frei.

Diese Substanzen tragen zu einer chronischen Entzündung im ganzen Körper bei. Diese anhaltende Entzündung kann die Immunantwort beeinträchtigen und oxidativen Stress fördern, was der Gesundheit der Zellen schadet. Die Auswirkungen sind besonders schädlich für das Herz-Kreislauf-System: Dieser entzündliche Prozess kann die Blutgefäße schädigen und die Herzfunktion beeinträchtigen, wodurch ein Umfeld geschaffen wird, das Herzprobleme begünstigt.


Messungen wie der Taillenumfang oder das Verhältnis von Taille zu Körpergröße zeigten eine stärkere Korrelation mit dem Auftreten von Herzinsuffizienz als der BMI. Bei 112 beobachteten Fällen waren diese Parameter signifikant prädiktiver, was auf die Bedeutung der Fettverteilung und nicht der Gesamtmenge hinweist.

Diese Erkenntnisse könnten die Praxis der medizinischen Prävention verändern. Die Integration der Taillenumfangsmessung in Routineuntersuchungen würde es ermöglichen, Risikopersonen früher zu identifizieren.

Quelle: American Heart Association
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