Adrien - Montag 27 April 2026

🥩 Rind oder Huhn? Eine Studie widerlegt eine verbreitete Annahme

Eine verbreitete Annahme im Lebensmittelbereich besagt, dass rotes Fleisch für den Stoffwechsel schädlich sei, im Gegensatz zu weißem Fleisch. Eine aktuelle Studie bringt jedoch Klarheit in diesen Glauben und zeigt, dass der Verzehr von rotem Fleisch im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung keine besonderen Probleme für die Regulierung des Blutzuckers zu verursachen scheint.

Diese Forschung, veröffentlicht in Current Developments in Nutrition, umfasste 24 übergewichtige oder fettleibige Erwachsene mit Prädiabetes. Die Wissenschaftler wählten ein Cross-Over-Studiendesign. So folgte jeder Teilnehmer zwei verschiedenen Diäten für jeweils 28 Tage, unterbrochen von einer Pause. Ihre täglichen Mahlzeiten enthielten entweder Rindfleisch oder Geflügel, während ihre anderen Ernährungsgewohnheiten beibehalten wurden.


Diese Forschung untersucht, wie die Wahl der Proteinquellen die metabolische Gesundheit bei Personen mit einem Risiko für Typ-2-Diabetes beeinflusst. Die Erkenntnisse bringen wichtige Nuancen in das aktuelle Wissen.
Illustrationsbild Unsplash


Die Messungen vor und nach jeder Phase betrafen insbesondere die Funktion der Pankreas-β-Zellen, die Insulin produzieren, sowie die Empfindlichkeit gegenüber diesem Hormon. Die Daten zeigen, dass nach dem täglichen Verzehr von etwa 170 bis 198 Gramm Rindfleisch oder Geflügel keine merklichen Unterschiede in diesen Stoffwechselparametern festgestellt wurden.

Laut Kevin C Maki, Professor an der Indiana University School of Public Health-Bloomington und Hauptautor, bestätigen diese Beobachtungen, dass Rindfleisch, in eine ausgewogene Ernährung integriert, zur kardiovaskulären Gesundheit beitragen kann, ohne die Blutzuckerkontrolle zu stören. Indika Edirisinghe vom Illinois Institute of Technology ergänzt, dass die Studiendauer von einem Monat ausreicht, um wichtige Stoffwechselveränderungen zu erkennen.

Die hier gewählte Cross-Over-Methode verstärkt die Robustheit der Beobachtungen. Sie ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen den Proteinquellen und gleicht gleichzeitig individuelle Unterschiede aus. Dieser Ansatz ist daher gut geeignet, um die spezifischen Effekte von Lebensmitteln in bestimmten Gruppen zu analysieren.

Die Implikationen dieser Arbeit für die aktuellen Ernährungsempfehlungen sind bedeutend. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, die Ernährung als Ganzes zu betrachten, über die isolierte Betrachtung eines einzelnen Lebensmittels hinaus.

Quelle: Current Developments in Nutrition
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