Adrien - Donnerstag 19 Februar 2026

🔭 Rekord gebrochen: Galaxie beobachtet, als das Universum nur 2% seines heutigen Alters hatte

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat es Astronomen ermöglicht, eine Galaxie zu entdecken, die so weit entfernt ist, dass sie uns ein Bild des Kosmos liefert, das nur 280 Millionen Jahre nach dem Urknall entstand. Diese Beobachtung bietet somit ein außergewöhnliches Fenster in die ersten Momente der kosmischen Geschichte.

Die Galaxie mit der Bezeichnung MoM-z14 emittiert Licht, das fast 13,5 Milliarden Jahre unterwegs war, um uns zu erreichen. Sie bietet daher einen direkten Einblick in die kosmische Dämmerung, jene Periode, in der sich die ersten Sterne und Galaxien aus der primordialen Dunkelheit herausbildeten. Dank James Webb können Wissenschaftler diese fernen Epochen nun mit beispielloser Genauigkeit erforschen.


Die Galaxie MoM-z14, so wie sie nur 280 Millionen Jahre nach dem Urknall erschien. Sie ermöglicht es Astronomen, sich der Ära, in der sich die ersten Sterne und Galaxien bildeten – bekannt als kosmische Dämmerung – näher als je zuvor zu kommen.
Bildnachweis: NASA, ESA, CSA, STScI, Rohan Naidu (MIT); Bildverarbeitung: Joseph DePasquale (STScI)


MoM-z14 zeichnet sich durch seine Helligkeit und Kompaktheit aus, Eigenschaften, die für ein so altes Objekt unerwartet sind. Die Messungen offenbarten dort zudem hohe Stickstoffanteile, was darauf hindeutet, dass sich massereiche Sterne kurz nach der Entstehung des Universums in beschleunigtem Tempo gebildet und entwickelt haben könnten. Diese Eigenschaften legen nahe, dass die frühe kosmische Umwelt aktiver war als angenommen, wobei stellare Prozesse weitaus schneller abliefen als bisher vermutet.

Vor der Ankunft von James Webb wurden Urgalaxien als klein, schwach leuchtend und selten beschrieben. Doch MoM-z14 und andere ähnliche Galaxien erscheinen deutlich weiter entwickelt und zeigen starke Helligkeit sowie bereits eine fortgeschrittene chemische Zusammensetzung. Astronomen sind daher gezwungen, die Chronologie der Bildung kosmischer Strukturen neu zu überdenken.

Das für diese Arbeit verantwortliche Team, das seine Ergebnisse im Open Journal of Astrophysics veröffentlicht hat, stellt fest, dass jede neue Beobachtung mit Webb neue Fragen aufwirft. Dieser Fortschritt zeigt, wie lückenhaft unser Wissen über das frühe Universum nach wie vor ist.

Dieser Durchbruch lässt erwarten, dass weitere Rekorde bald fallen könnten. Das Teleskop deckt weiterhin unerforschte Aspekte der ersten kosmischen Zeitalter auf und verspricht noch viele Enthüllungen über die Ursprünge von allem, was uns umgibt.

Quelle: Open Journal of Astrophysics
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