Adrien - Montag 2 März 2026

⚠️ Prostatakrebs: Große Mengen Mikroplastik in Tumoren gefunden

Die Anwesenheit von Mikroplastik im Körper wird zunehmend zu einer gesundheitlichen Besorgnis.

Eine kürzliche Beobachtung fügt diesem Phänomen eine neue Dimension hinzu: Diese winzigen Partikel scheinen sich speziell in Tumoren von Prostatakrebs anzureichern. Die in bösartigem Gewebe nachgewiesenen Mengen erwiesen sich als deutlich höher als die in den angrenzenden gesunden Bereichen, was auf eine Beteiligung am Fortschreiten der Erkrankung hindeutet.


Foto: Oregon State University

Eine Pilotstudie des NYU Langone Health Medical Centers untersuchte Gewebeproben der Prostata von zehn Patienten. Die Analysen ergaben, dass neun von zehn Tumoren Mikroplastik enthielten, verglichen mit sieben nicht-krebsartigen Proben. Bemerkenswerter war, dass die durchschnittliche Konzentration im bösartigen Gewebe etwa 2,5-mal höher war als in den gesunden Bereichen. Um zu diesen Ergebnissen zu gelangen, wandte das Team präzise Techniken an, die zwölf Kategorien weit verbreiteter Kunststoffe untersuchten.


Für diese Untersuchung etablierten die Forscher rigorose Protokolle, um jegliches Kontaminationsrisiko auszuschließen. Sie ersetzten beispielsweise Plastikmaterial durch Äquivalente aus Aluminium oder Baumwolle und führten die Tests in speziell eingerichteten Reinräumen durch. Dieser Ansatz sollte die Robustheit der Daten gewährleisten, trotz der Allgegenwart von Plastik in Laboren.

Diese Partikel gelangen über zahlreiche Wege in den Körper, wie die Aufnahme verunreinigter Nahrung oder Wasser, das Einatmen von Staub oder die Absorption durch die Haut. Frühere Arbeiten hatten bereits ihre Anwesenheit in wichtigen Organen und sogar der Plazenta nachgewiesen. Die neue Untersuchung liefert greifbare Hinweise auf ihre Verteilung in der Prostata und fügt so ein weiteres Puzzleteil zur Exposition des Menschen mit synthetischen Schadstoffen hinzu.

Das Team möchte nun die Mechanismen untersuchen, die Mikroplastik mit der Entstehung von Krebs in Verbindung bringen könnten. Eine vorgebrachte Idee ist, dass diese Fragmente eine anhaltende Immunreaktion oder Entzündung in der Prostata auslösen könnten. Auf lange Sicht kann eine chronische Entzündung Zellen schädigen und genetische Veränderungen begünstigen, die zur Tumorbildung führen. Die nächsten Schritte umfassen umfangreichere Forschungen, um diese Beobachtungen zu bestätigen und die beteiligten biologischen Prozesse aufzuklären.

Obwohl diese Ergebnisse vorläufig sind und auf einer begrenzten Fallzahl beruhen, unterstreichen sie die Bedeutung weiterer Arbeiten, um einen klaren Zusammenhang zu etablieren. Diese Beobachtungen wurden auf einem Symposium der American Society of Clinical Oncology vorgestellt.

Quelle: American Society of Clinical Oncology
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