Das Erröten des Gesichts, das manchmal nach einem Glas Alkohol auftritt und bei Menschen ostasiatischer Herkunft sehr häufig ist, ist viel mehr als nur eine soziale Unannehmlichkeit. Diese Reaktion, genannt "Asiatischer Flush", steht tatsächlich in direktem Zusammenhang mit einem Herzinfarkt.
Fast 40 % der ostasiatischen Menschen (Chinesen, Japaner, Taiwanesen und Koreaner) tragen eine Variante des Gens ALDH2, die für diese Alkoholunverträglichkeit verantwortlich ist, die zu einer schnellen und übermäßigen Rötung des Gesichts oder sogar des gesamten Körpers führt. Diese Mutation kommt auch in anderen Bevölkerungsgruppen vor, aber in viel geringerem Maße.
Über diese sichtbaren Effekte hinaus scheint diese Mutation auch zu beeinflussen, wie das Herz auf akuten Stress reagiert, wie beispielsweise einen Herzinfarkt, bei dem Gewebeschäden erheblich sind.
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Ein Forscherteam unter der Leitung von Professor Yin Huiyong hat in
Circulation beschrieben, wie diese Mutation die Ferroptose aktiviert, eine spezifische Art des Zelltods. Dieser Prozess beschleunigt den Abbau von Herzgewebe während eines Infarkts und liefert somit eine biologische Erklärung für klinische Beobachtungen. Die Ferroptose ist durch eine Anhäufung von Lipiden und Eisen gekennzeichnet, die zur schnellen Zerstörung von Herzmuskelzellen führt.
Eine klinische Studie mit 177 chinesischen Patienten bestätigte, dass Träger der Mutation nach einem Infarkt eine schwächere Herzfunktion aufwiesen. Die Indikatoren für Ferroptose, wie die Reduktion von Coenzym Q10, waren erhöht, was auf eine verstärkte schädliche zelluläre Aktivität hindeutet. Diese Ergebnisse stellen eine direkte Korrelation zwischen der genetischen Variation und der Verschlimmerung von Herzschäden her.
Experimente an Tiermodellen zeigten, dass die Hemmung der Ferroptose die Herzregeneration nach einem Infarkt verbesserte. Dies ebnet den Weg für die Anpassung bestehender Behandlungen. Die Forscher verwendeten genetische und pharmakologische Methoden, um diese Ansätze zu bestätigen, mit positiven Auswirkungen auf die Herzfunktion.
Quelle: Circulation