Adrien - Freitag 20 Februar 2026

💀 Kupfer im Kakao, Blei in Bananen... die Folgen einer ökologischen Katastrophe

Kann man in von einer Umweltkatastrophe betroffenen Gebieten angebaute Lebensmittel verzehren?

Ein Wissenschaftsteam hat sich dieser dringenden Frage für die Bewohner der brasilianischen Region der Mündung des Rio Doce angenommen, wo sich vor zehn Jahren ein Bergbauabfalldamm brach. Ihre Arbeit konzentrierte sich auf lokale Nutzpflanzen wie Bananen, Maniok und Kakao, um zu bewerten, wie die Pflanzen giftige Elemente aus den kontaminierten Böden aufnehmen.

Das Team analysierte daher diese landwirtschaftlichen Produkte, um festzustellen, ob sie eine Gefahr darstellen könnten. Ihre Forschung befasst sich mit der Übertragung potenziell toxischer Elemente, die in den durch Bergbauablagerungen verschmutzten Böden vorkommen, auf die essbaren Teile der Pflanzen. Diese Phase ist notwendig, um die konkreten Gefahren für Bevölkerungsgruppen zu verstehen, die diese Lebensmittel in ihre übliche Ernährung integrieren.


Illustrationsbild Pixabay


Die Böden der Region weisen erhöhte Werte von Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel und Blei auf. Diese Metalle sind stark mit Eisenoxiden verbunden, die den Großteil der ausgebrachten Bergbaurückstände ausmachen. Den Analysen zufolge könnte der Verzehr von Bananen von diesen Flächen ein Gesundheitsproblem darstellen, insbesondere für Kleinkinder unter sechs Jahren. Für Erwachsene scheint die Bedrohung begrenzter, aber besondere Aufmerksamkeit ist weiterhin notwendig.

Es ist zu beachten, dass Pflanzen Schadstoffe nicht gleichmäßig anreichern. In Bananen und Maniok konzentrieren sich die meisten Metalle hauptsächlich in den unterirdischen Teilen wie Wurzeln und Knollen. Im Gegensatz dazu zeigt Kakao bemerkenswerte Anreicherungen in seinen oberirdischen Teilen: Stängel, Blätter und bis hin zu den Früchten. Das untersuchte Kakaofruchtfleisch überschritt somit die empfohlenen Grenzwerte für Kupfer und Blei.

Die Wissenschaftler ermittelten Risikoindizes unter Berücksichtigung der Menge der verzehrten Lebensmittel, der Expositionsdauer und der Körpermasse. Für Kinder übersteigt der mit der Banane verbundene Index den Sicherheitswert, hauptsächlich aufgrund des Bleigehalts. Es ist bekannt, dass wiederholte Exposition gegenüber diesem Element, selbst in niedriger Konzentration, negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Nervensystems hat.

Über einen längeren Zeitraum könnte der regelmäßige Verzehr dieser Lebensmittel zu einer allmählichen Gesundheitsgefährdung beitragen. Die Forscher erwähnen die Möglichkeit von DNA-Veränderungen, die die Häufigkeit bestimmter Krebsarten erhöhen können. Diese Konsequenzen beruhen auf der Fähigkeit jedes Organismus, die in seiner Umgebung vorhandenen Elemente aufzunehmen und umzuwandeln.

Veröffentlicht in Environmental Geochemistry and Health, ist diese Studie Teil einer Doktorarbeit, die zu mehreren Veröffentlichungen führte. Sie versucht, praktische Daten bereitzustellen, um Entscheidungen in Bezug auf die Lebensmittelsicherheit und das Management von durch diese Art von Verschmutzung betroffenen Flächen zu lenken.

Quelle: Environmental Geochemistry and Health
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