Adrien - Donnerstag 29 Januar 2026

🍽️ Könnte Ihre Mahlzeit Ihr Gehirn schädigen?

Was wäre, wenn Ihr Teller direkt und negativ Ihr Gehirn und Ihr Gedächtnis langfristig beeinflussen würde? Jüngste Arbeiten verbinden Schwankungen des Blutzuckers nach einer Mahlzeit mit dem Auftreten von kognitiven Störungen.

Ein Team der Universität Liverpool hat sich dieser Frage gewidmet, indem es die genetischen Informationen von mehr als 350.000 Personen aus der UK Biobank, einer großen britischen medizinischen Datenbank, nutzte.


Illustrationsbild Pixabay

Für diese Analyse verwendeten die Wissenschaftler eine Methode namens Mendelsche Randomisierung. Diese ermöglicht zu überprüfen, ob ein Faktor, wie der Blutzucker, eine direkte kausale Rolle spielt und nicht nur eine Assoziation darstellt. Dieser genetische Ansatz erlaubte es, mehrere Marker zu untersuchen, die mit der Zuckerverarbeitung des Körpers zusammenhängen, insbesondere die Werte, die zwei Stunden nach einer Mahlzeit gemessen werden.


Die erhaltenen Daten zeigen, dass Personen mit hohen Glukosewerten nach dem Essen ein um 69% erhöhtes Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken. Dieser Zusammenhang scheint unabhängig von anderen Faktoren wie der allgemeinen Abnahme des Hirnvolumens zu sein, was auf noch zu klärende, eigenständige biologische Mechanismen hindeutet.

Die Autoren der Studie präzisieren, dass dieser Anstieg des Glukosespiegels nach dem Essen das Gehirn über spezifische biologische Wege beeinflussen könnte, die sich von denen unterscheiden, die bei Typ-2-Diabetes üblicherweise involviert sind. Diese Beobachtungen könnten somit künftige Präventionsansätze lenken, indem sie auf das Management des Blutzuckers nach den Mahlzeiten abzielen. Die Bestätigung dieser Ergebnisse an anderen Bevölkerungsgruppen bleibt jedoch ein wichtiger Schritt.

Diese in Diabetes, Obesity and Metabolism veröffentlichte Arbeit eröffnet somit einen konkreten Ansatz für die Gehirngesundheit.

Der postprandiale Blutzucker: ein unterschätzter Indikator


Der postprandiale Blutzucker entspricht dem nach einer Mahlzeit gemessenen Blutzuckerspiegel. Im Gegensatz zum Nüchternblutzucker spiegelt er die Fähigkeit des Körpers wider, den Zustrom von Zucker aus der Nahrung zu verarbeiten. Ein schneller und ausgeprägter Anstieg kann auf eine Insulinresistenz hinweisen, selbst wenn kein manifester Diabetes vorliegt.

Dieser Wert wird oft bei Glukosetoleranztests verwendet, um das Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes abzuschätzen. Er verändert sich in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Mahlzeit, der körperlichen Aktivität und den individuellen Merkmalen. Eine optimale Regulierung dieser Spitzen ist wichtig, um einen ausgeglichenen Stoffwechsel zu bewahren.

Aus physiologischer Sicht können hohe Glukosespiegel nach den Mahlzeiten oxidativen Stress und Entzündungen verursachen. Diese Phänomene sind in der Lage, Blutgefäße und Zellen, einschließlich der Gehirnzellen, zu schädigen und so langfristig die kognitiven Funktionen zu beeinträchtigen.

Quelle: Diabetes, Obesity and Metabolism
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