Adrien - Samstag 2 Mai 2026

🚀 Größe x25: Erfolgreiche Entfaltung einer Origami-Weltraumstruktur

Eine japanische Falttechnik hat sich im Weltraum bewährt: Eine Origami-Antenne, die beim Start kompakt war, entfaltete sich auf das 25-fache ihrer ursprünglichen Größe. Dieser Satellit war einer von acht, die Rocket Lab von Neuseeland aus für die japanische Raumfahrtagentur JAXA startete.

Konkret startete die Mission "Kakuchin Rising" am 22. April 2026 um 23:09 Uhr EDT. Die Electron-Rakete brachte die Satelliten etwa eine Stunde nach dem Start in eine niedrige Erdumlaufbahn in 540 km Höhe. Es war der zweite Flug des Demonstrationsprogramms für innovative Technologien der JAXA.


Origami ist die japanische Kunst des Papierfaltens.
Bild Wikimedia

Die acht Satelliten sind sehr unterschiedlich: kleine Bildungssatelliten, ein Satellit zur Meeresbeobachtung, ein Demonstrator für ultraschmale Multispektralkameras und vor allem diese origamigefaltete Antenne. Einmal entfaltet, erreicht sie die 25-fache Größe ihres zusammengefalteten Zustands – eine technische Meisterleistung, die es erlaubt, große Strukturen in einem reduzierten Volumen zu transportieren.


Zuvor hatte der erste Flug dieses Programms, "RAISE and Shine", im Dezember 2025 stattgefunden und den Satelliten RAISE-4 zum Testen verschiedener Technologien mitgeführt. Diese Missionen veranschaulichen die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Rocket Lab und JAXA mit Starts vom neuseeländischen Standort aus.

Was die Electron-Rakete betrifft, so ist sie mit einer Höhe von 18 Metern auf den Start kleiner Satelliten spezialisiert. Dieser 79. Flug bestätigt ihre Zuverlässigkeit. Ihre HASTE-Version ermöglicht auch suborbitale Flüge zum Testen von Hyperschalltechnologien.

Origami im Weltraum ist kein bloßes Gimmick: Es könnte in Zukunft viele Satelliten ausrüsten und den Transport von riesigen Antennen und Solarpaneelen auf engstem Raum ermöglichen. Diese vom Papierfalten inspirierte Technik ist ein großer Vorteil für zukünftige Missionen.


Blick von der Oberstufe einer Rocket Lab Electron-Rakete während des "Kakushin Rising"-Starts am 22. April 2026. Die erste Stufe ist beim Fall zurück zur Erde sichtbar.
Bildnachweis: Rocket Lab


Origami in der Raumfahrttechnik


Die Origami-Techniken, die aus dem traditionellen japanischen Papierfalten stammen, werden zunehmend in der Raumfahrttechnik eingesetzt. Sie ermöglichen die Konstruktion von Strukturen, die sich einmal im Weltraum entfalten, wie Antennen, Solarpaneele oder Hitzeschilde. Das Prinzip ist einfach: Eine große Fläche in ein kompaktes Volumen falten und dann automatisch entfalten.

Die während "Kakuchin Rising" gestartete gefaltete Antenne ist ein Beispiel: Beim Start kompakt, dehnt sie sich im Orbit auf das 25-fache ihrer ursprünglichen Größe aus. Dies ermöglicht den Transport von großflächigen Ausrüstungen ohne Vergrößerung des Satelliten. Ingenieure untersuchen auch selbstentfaltende Strukturen für zukünftige Mond- oder Marsmissionen.

Dieser Ansatz bietet erhebliche Vorteile: Reduzierung des Startvolumens, Leichtigkeit und Zuverlässigkeit durch einfache Mechanismen. Allerdings muss das Design die Weltraumbedingungen (Vakuum, Strahlung, Temperaturschwankungen) berücksichtigen und eine reibungslose Entfaltung gewährleisten. Origami im Weltraum ist daher ein expandierendes Forschungsgebiet.

Quelle: Rocket Lab Missionsbeschreibung
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