Adrien - Sonntag 15 März 2026

💀 Eine Zombie-Baumart in Australien entdeckt

Ein australischer Baum trägt jetzt den treffenden Spitznamen "Zombie". Dieser Begriff beschreibt das besondere Schicksal von Rhodamnia zombi, einer kürzlich benannten Art, die biologisch weiterlebt, aber ihre Fähigkeit zu blühen und Früchte zu tragen verloren hat.

Dieser Baum wurde in den Regenwäldern von Queensland identifiziert. Das Team der Universität von Queensland wählte diese Bezeichnung, um seine besorgniserregende Situation widerzuspiegeln – er überlebt, ohne sich fortpflanzen zu können, wie eine pflanzliche Untote.


Eine Frucht des Baumes Rhodamnia zombi, einer Art, die durch den Myrtenrost bedroht ist.
Bildnachweis: Universität von Queensland

Verantwortlich für diesen Zustand ist der Myrtenrost. Dieser Pilz befällt systematisch die jungen Triebe von Rhodamnia zombi. Die 2010 in Australien aufgetretene Krankheit blockiert das Wachstum des Baumes und die Samenbildung und führt ihn, ohne Gegenmaßnahmen, einem allmählichen Verschwinden entgegen. Die infizierten Exemplare befinden sich so in einem Zustand völliger Sterilität. Die neu entdeckte Baumart ist besonders anfällig für diesen Pilz.


Diese Art gehört nun zu 17 Pflanzen, die aufgrund des Myrtenrosts möglicherweise als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Da in den Wildpopulationen keine natürliche Resistenz beobachtet wurde, bereitet ihr kurzfristiges Überleben Sorgen, mit einem Aussterberisiko innerhalb einer einzigen Generation.

Eine Rettungsaktion ist im Gange. Die Wissenschaftler sammeln gesunde Stecklinge in der Natur, bevor sie kontaminiert werden. Diese Stecklinge werden dann an sicheren Standorten wie in Lismore und Townsville kultiviert, wo junge Pflanzen ermutigende Anzeichen zeigen. Das Ziel ist, sie zur Samenproduktion zu bringen, in der Hoffnung, dass ein Teil von ihnen eine Toleranz gegenüber dem Pilz zeigt.


Blüten von Rhodamnia zombi, bevor die Infektion jegliches neues Wachstum stoppte.
Bildnachweis: The University of Queensland

Die in Austral Ecology veröffentlichte Arbeit untersucht diesen Ansatz. Indem sie das Genom von Rhodamnia zombi nahestehenden Arten untersuchen, die eine gewisse Resistenz aufweisen, suchen die Botaniker nach schützenden genetischen Merkmalen. Dieser Ansatz könnte langfristig die Wiederansiedlung robusterer Individuen in ihrem ursprünglichen Lebensraum ermöglichen.

Dies erlaubt auch, einen evolutionären Prozess in Echtzeit zu beobachten. Obwohl ambitioniert, gibt diese Initiative der Art eine Chance, fernab des zu starken Krankheitsdrucks eine Resistenz zu entwickeln.

Quelle: Austral Ecology
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