Adrien - Donnerstag 15 Januar 2026

🌌 Eine neue Methode zur Bestimmung der Bewohnbarkeit erdähnlicher Planeten

Zu den am weitesten verbreiteten Himmelskörpern in unserer Galaxie gehören die Roten Zwerge, Sterne vom Typ M-Zwerg, die kleiner und kühler sind als unsere Sonne. Die Mehrheit von ihnen besitzt mindestens einen felsigen Planeten von vergleichbarer Größe wie die Erde.

Allerdings ist die nahe Umgebung dieser Sterne oft rau, geprägt von extremen Temperaturen und starken stellaren Eruptionen. Trotz dieser feindlichen Bedingungen bieten diese Systeme interessante Perspektiven, um die Entstehung und Entwicklung von Welten jenseits unseres Sonnensystems besser zu verstehen.


Künstlerische Darstellung des Weltraumwetters um den M-Zwerg mit sichtbaren Magnetfeldlinien.
Bildnachweis: Illustration von Navid Marvi, mit freundlicher Genehmigung von Carnegie Science

Die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler richtete sich auf eine spezifische Kategorie von Sternen, die als komplex periodisch veränderliche Sterne bezeichnet werden. Diese jungen Himmelskörper rotieren schnell um sich selbst und zeigen regelmäßig wiederkehrende Helligkeitsabfälle. Der Ursprung dieser Schwankungen war lange Zeit unbekannt. War er mit Flecken auf der Sternoberfläche verbunden oder mit einem äußeren Phänomen?


Eine eingehende Analyse, die spektroskopische Sequenzen verwendet, die mit Filmen vergleichbar sind, brachte mehr Klarheit. Die Forscher stellten fest, dass diese Variationen mit ausgedehnten Konzentrationen von kaltem Plasma zusammenhängen, das in der Magnetosphäre des Sterns gehalten wird. Unter dem Einfluss des Magnetfelds wird dieses Material durch die stellare Rotation mitgerissen und konzentriert sich zu einer ringförmigen Struktur, die an einen kosmischen Donut erinnert.

Diese als Plasmatorus bezeichnete Struktur ist weit mehr als eine Kuriosität. Sie fungiert als natürliche Weltraumwetterstation und bietet Astronomen ein Mittel, die nahe Umgebung des Sterns indirekt zu erforschen. Durch die Untersuchung des Verhaltens dieses Torus wird es möglich, Hinweise auf die Intensität des Magnetfelds und die Bewegung geladener Teilchen zu erhalten. Schätzungen zufolge weisen mindestens 10 % der jungen M-Zwerge solche Merkmale auf.

Für die Zukunft bleibt eine Frage offen: Was ist der Ursprung der Materie, aus der dieser Torus besteht? Stammt sie vom Stern selbst, vielleicht bei Eruptionen ausgestoßen, oder von einer externen Quelle, wie einer verbliebenen Trümmerscheibe? Dieses Rätsel zu lösen, ist wichtig, um die Entwicklung dieser Sternsysteme besser zu verstehen. Diese Arbeit wurde auf einem Treffen der American Astronomical Society vorgestellt.

Dieser Ansatz eröffnet somit einen originellen Blickwinkel auf die Wechselwirkungen zwischen einem Stern und seiner unmittelbaren Umgebung. Das Verständnis dieser Mechanismen hilft dabei, die Bedingungen auf den umkreisenden Planeten zu bestimmen, insbesondere in Bezug auf ihr Potenzial, stabile Umgebungen zu bieten.

M-Zwergsterne und ihre Planeten


Auch als Rote Zwerge bezeichnet, sind M-Zwergsterne die zahlreichsten Himmelskörper in der Milchstraße. Ihre geringere Masse im Vergleich zur Sonne macht sie weniger leuchtstark und gewährt ihnen eine außergewöhnliche Langlebigkeit, die sich über Tausende von Milliarden Jahren erstrecken kann. Diese sehr lange Lebensdauer lässt theoretisch beträchtlich Zeit für biologische Prozesse, die sich auf möglichen Welten in ihrer Umlaufbahn entwickeln könnten.


Aufgrund ihrer geringen Leuchtkraft liegt die sogenannte "habitable Zone", in der Wasser flüssig sein könnte, viel näher am Stern als in unserem eigenen System. Ein Planet in dieser Region würde daher einen vollständigen Umlauf in nur wenigen Tagen oder Wochen vollenden. Diese unmittelbare Nähe hat erhebliche Auswirkungen auf die Oberflächenbedingungen.

Diese kurze Entfernung setzt diese Planeten auch einer intensiveren stellaren Umgebung aus. M-Zwerge sind für ihre hohe magnetische Aktivität bekannt, insbesondere in ihrer Jugend, was sich in häufigen und starken Eruptionen äußert. Diese Ereignisse können die Planetenatmosphären einem Beschuss mit Strahlung und energiereichen Teilchen aussetzen.

Dennoch macht die extreme Häufigkeit der M-Zwerge sie zu bevorzugten Zielen für die Suche nach potenziell bewohnbaren Planeten. Die Untersuchung, wie sie ihre Umgebung prägen, stellt daher eine wichtige Phase dar, um zukünftige Beobachtungen vorzubereiten und die Interpretation der gesammelten Daten zu verfeinern.

Quelle: The Astrophysical Journal Letters
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