Adrien - Montag 16 Februar 2026

🍽️ Eine 30-jährige Studie zeigt, warum diese Diäten bei verschiedenen Personen gegensätzliche Wirkungen haben

Seit Jahrzehnten wird über den Nutzen einer kohlenhydratarmen oder fettarmen Ernährung diskutiert. Eine Beobachtung hält sich jedoch hartnäckig: Während einige Anhänger dieser Diäten eine Verbesserung ihrer Gesundheit feststellen, bleiben andere erfolglos. Warum?

Eine in JACC, der Zeitschrift des American College of Cardiology, veröffentlichte Studie analysierte die Ernährungsgewohnheiten von fast 200.000 US-Erwachsenen über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass gesunde Versionen von kohlenhydrat- oder fettarmen Diäten, die auf vollwertige und pflanzliche Lebensmittel setzen, mit einem geringeren Risiko für koronare Herzkrankheiten verbunden sind. Im Gegensatz dazu erhöhen dieselben Diäten, basierend auf verarbeiteten oder fleischhaltigen Produkten, das Risiko.



Die Forscher nutzten regelmäßige Ernährungsfragebögen, um die Qualität der Diäten zu bewerten. Sie entwickelten Bewertungssysteme, die zwischen gesunden Versionen, reich an Gemüse, Vollkorn und ungesättigten Fetten, und weniger gesunden Versionen – die aber insgesamt immer noch einen geringen Gehalt an Kohlenhydraten oder Fetten aufwiesen – unterschieden. Diese Methode bestätigte, dass die Vorteile für das Herz mehr von der Wahl der Lebensmittel abhängen als vom Gesamtanteil an Kohlenhydraten oder Fetten.

Metabolomische Analysen, die die Moleküle im Körper untersuchen, stützen diese Schlussfolgerungen. Sie zeigen, dass Personen, die sich für qualitative Lebensmittel entscheiden, günstigere biologische Marker aufweisen.

Zu den Einschränkungen der Studie gehört, dass die Teilnehmer Gesundheitsfachkräfte sind und sich möglicherweise stärker ihrer Gesundheit bewusst sind. Außerdem können selbstberichtete Ernährungsweisen Fehler enthalten. Dennoch sind die identifizierten biologischen Mechanismen wahrscheinlich auf eine breitere Öffentlichkeit übertragbar.

Diese Forschung regt daher dazu an, Ernährungsempfehlungen zu überdenken und den Schwerpunkt eher auf Vielfalt und Qualität der Lebensmittel zu legen als auf das bloße Lesen des Etiketts.

Makronährstoffzusammensetzung versus Lebensmittelqualität


Die Makronährstoffzusammensetzung bezieht sich auf die Anteile von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen in einer Diät, oft ausgedrückt in Prozent oder Gramm. Historisch konzentrierten sich Ernährungsempfehlungen auf diese Verhältnisse, in der Annahme, sie bestimmten die Gesundheit. Dies vernachlässigt jedoch die Herkunft und Verarbeitung der Lebensmittel, die ihre Wirkung auf den Organismus erheblich beeinflussen.

Die Lebensmittelqualität hingegen berücksichtigt Aspekte wie den Gehalt an Ballaststoffen, Vitaminen, Antioxidantien und den Verarbeitungsgrad. Beispielsweise haben Kohlenhydrate aus Gemüse oder Vollkorn eine andere Wirkung als solche aus raffiniertem Zucker. Ebenso sind Fette aus Avocados oder Nüssen vorteilhafter als solche aus Fleisch.

Diese Unterscheidung erklärt, warum Diäten mit ähnlicher Makronährstoffzusammensetzung gegensätzliche gesundheitliche Ergebnisse haben können.

Quelle: Journal of the American College of Cardiology
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