Adrien - Donnerstag 23 April 2026

🌟 Ein "gescheiterter Stern", der bereit ist, sich zu erfüllen

Einige astronomische Objekte scheinen dazu verdammt zu sein, ein "Zwischending" zu sein und im Schatten zu stehen, ähnlich wie Braune Zwerge. Zu massereich, um Planeten zu sein, aber nicht schwer genug, um als Sterne zu zünden, führen sie ein unauffälliges Dasein.

Eine kürzliche Beobachtung stellt jedoch das bisherige Wissen auf den Kopf, indem sie zeigt, dass dynamische Prozesse ihnen eine unerwartete Gelegenheit bieten könnten, sich in einen echten Stern zu verwandeln.

Braune Zwerge entstehen ähnlich wie Sterne aus dem Kollaps von Gas- und Staubwolken, aber sie sammeln nicht genug Materie an, um die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium in ihrem Kern zu zünden. Das Fehlen dieser Kernreaktionen verhindert, dass sie wie die Sonne leuchten, was ihnen manchmal den wenig schmeichelhaften Spitznamen "gescheiterte Sterne" einbringt. Ihre Masse liegt typischerweise zwischen dem 13- und 80-fachen der Masse des Jupiters, was weniger ist als die einer typischen Sternmasse.


Zwei Braune Zwerge bei der Verschmelzung.
Bildnachweis: Caltech/R. Hurt (IPAC)


Ein Wissenschaftlerteam untersuchte Daten, die von der Zwicky Transient Facility am Palomar-Observatorium gesammelt wurden, und konnte so ein Doppelsternsystem identifizieren, das aus zwei Braunen Zwergen auf einer sehr engen Umlaufbahn besteht. Dieses Paar, mit der Bezeichnung ZTF J1239+8347, befindet sich etwa 1.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Großer Bär. Die beiden Objekte, jeweils mit einer Masse von 60 bis 80 Jupitermassen, umkreisen sich so eng, dass das gesamte System zwischen Erde und Mond passen würde.

In diesem System überträgt einer der Braunen Zwerge aktiv Materie auf seinen Begleiter, ein Prozess, der dem Empfänger ermöglichen könnte, die zur Zündung der Kernfusion notwendige Masse zu erreichen. Jeder der beiden Braunen Zwerge ist tatsächlich sehr nahe an der Massengrenze, um zu einem echten Stern zu werden.

Diese gravitative Wechselwirkung führt zu einer Aufblähung des Spenderobjekts, dessen Materie zu einem bestimmten Punkt auf dem anderen Braunen Zwerg strömt und so eine aufgeheizte, leuchtende Zone erzeugt. Diese Region emittiert alle 57 Minuten eine nachweisbare Helligkeitsschwankung, ein Signal, das die Aufmerksamkeit der Forscher unter den Milliarden analysierten Objekten erregte.

Diese Art von Massentransfer war zuvor noch nie in einem Paar Brauner Zwerge beobachtet worden, was ihn zu einer bemerkenswerten Entdeckung macht. Den Forschern zufolge könnten solche Systeme häufiger vorkommen als gedacht, und zukünftige Beobachtungen mit Einrichtungen wie dem Vera Rubin Observatory in Chile könnten Dutzende weitere aufdecken.

Die Arbeit des Teams unter der Leitung von Samuel Whitebook vom California Institute of Technology wurde in The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht.

Quelle: The Astrophysical Journal Letters
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