Adrien - Freitag 23 Januar 2026

🦕 Dinosaurier gediehen bereits vor dem Asteroideneinschlag

Die Vorstellung, dass Dinosaurier bereits lange vor dem Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren im Niedergang begriffen waren, scheint allgemein akzeptiert. Doch eine kürzlich in Science veröffentlichte Studie stellt diese Sichtweise in Frage und zeigt, dass diese Giganten bis zum letzten Moment in hervorragender Verfassung waren.

Im Becken von San Juan in New Mexico bewahren Gesteinsschichten Spuren dynamischer Ökosysteme. Die Forscher analysierten Fossilien, die präzise an der Grenze zwischen Kreidezeit und Paläogen datieren, dank fortschrittlicher Datierungsmethoden. Diese Arbeiten deuten darauf hin, dass lokale Dinosaurier, wie der Alamosaurus, in vielfältigen und aktiven Gemeinschaften lebten.


Bild Wikimedia

Darüber hinaus zeigen ökologische Analysen, dass Dinosaurierpopulationen in Nordamerika ausgeprägte regionale Unterschiede aufwiesen. Anstatt durch physische Barrieren wurden durch Temperaturunterschiede eigene 'Bioprovinzen' geformt. Wissenschaftler wie Daniel Peppe von der Baylor University präzisieren, dass diese Tiere nicht geschwächt waren, sondern in verschiedenen Umgebungen gediehen.


Der Asteroideneinschlag setzte dieser Ära der Vielfalt ein abruptes Ende. Anders als ein gradueller Niedergang war das Aussterben plötzlich und hinterließ eine ökologische Lücke. In den folgenden 300.000 Jahren diversifizierten sich Säugetiere rasch und nutzten die frei gewordenen Nischen.

Zudem blieben die Temperaturmuster, die die Dinosauriergemeinschaften beeinflussten, auch nach der Katastrophe bestehen. Diese Kontinuität lenkte die Wiederbesiedelung des Lebens, wobei Säugetiere Merkmale entwickelten, die an ihre Regionen angepasst waren. Andrew Flynn von der New Mexico State University stellt fest, dass sich diese Vielfalt nach dem Aussterben von der unterscheidet, die nach anderen ähnlichen Ereignissen beobachtet wurde.

Diese Forschung, die auf geschützten öffentlichen Flächen durchgeführt wurde, zeigt, wie Ökosysteme auf rasche planetare Umwälzungen reagieren. Sie macht deutlich, wie widerstandsfähig und gleichzeitig verletzlich das Leben gegenüber extremen Störungen sein kann.

Quelle: Science
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