Adrien - Montag 26 Januar 2026

❄️ Dieser seit 40 Jahren treibende Eisberg ändert plötzlich seine Farbe: Warum?

Aus dem Weltraum betrachtet, schmückt sich die Oberfläche eines riesigen Eisbergs mit einem ungewöhnlichen Blauton, was wahrscheinlich sein baldiges Ende nach vier Jahrzehnten der Reise durch den Ozean anzeigt. Diese spektakuläre Verwandlung, verewigt durch die Instrumente des NASA Earth Observatory, überrascht: Wie kann ein Eisblock sein Aussehen so verändern?

Nachdem er in den 1980er Jahren freigesetzt wurde, treibt der Eisberg A-23A nun in den Gewässern des Südatlantiks. Aufnahmen aus dem Dezember 2025 zeigen kürzlich aufgetretene farbige Flecken auf seiner Oberfläche. Diese Überwachung aus der Umlaufbahn bietet somit einen einzigartigen Blick auf die Verwandlung dieses eisigen Kolosses.


Ein vierzig Jahre alter Eisberg zeigt Anzeichen des Schmelzens mit blauen Tümpeln.
Bildnachweis: NASA Earth Observatory image by Michala Garrison, using MODIS data from NASA EOSDIS LANCE and GIBS/Worldview.


Ursprünglich stammt dieser Tafeleisberg vom Filchner-Schelfeis in der Antarktis und gehört zu den größten jemals aufgezeichneten. Seine außergewöhnliche Langlebigkeit bietet Forschern eine seltene Gelegenheit, den Weg von Eismassen über einen längeren Zeitraum zu studieren. Die gesammelten Informationen.

Diese blauen Reflexionen entsprechen flüssigen Wasserlachen, die entstehen, wenn sich die Luft erwärmt und die Sonne auf das Eis trifft. Ihr Ansammeln in den Senken der Eisbergoberfläche kann das lokale Gewicht erhöhen, was zu Rissen führt und den Zerfall beschleunigt. Dieser Mechanismus ist von Satelliten wie dem Terra der NASA perfekt sichtbar.

Die Auflösung eines solchen Giganten setzt große Mengen an kaltem Süßwasser in den Ozean frei, was die nahen Meeresströmungen verändert. Diese Veränderung kann dazu führen, dass nährstoffreiches Tiefenwasser aufsteigt, was dann die Vermehrung von Phytoplankton anregt. Diese Mikroalge bildet die Grundlage der marinen Nahrungskette und zeigt den indirekten Einfluss dieser Eisgiganten auf die Meeresumwelt.

Die Überwachung dieser Ereignisse aus dem Weltraum gewinnt mit der Entwicklung der Klimabedingungen an Bedeutung. Obwohl die Bildung und das Verschwinden von Eisbergen Teil eines natürlichen Zyklus sind, tendiert der allgemeine Temperaturanstieg dazu, diese Phänomene zu beschleunigen. Wissenschaftler nutzen diese Informationen, um ihre Modelle über die Zukunft der Polargebiete zu verfeinern.

Der Einfluss von Eisbergen auf die marine Biodiversität


Wenn ein Eisberg schmilzt, setzt er Süßwasser und in dem Eis eingeschlossene Mineralien frei. Diese Mischung verteilt sich im Ozean und verändert den Salzgehalt und die Temperatur der umgebenden Gewässer. Diese Veränderungen können bestimmte Meeresarten anziehen oder vertreiben.

Die Kälte und die mitgebrachten Nährstoffe fördern oft die Vermehrung von Phytoplankton. Diese Mikroorganismen werden von Zooplankton gefressen, das dann wiederum als Nahrung für größere Tiere wie Fische oder Wale dient. So kann ein zerfallender Eisberg zu einem temporären Konzentrationspunkt für das marine Leben werden.

Dieser Eintrag von Materialien kann auch die Meeressedimente anreichern und die Lebensräume am Meeresboden beeinflussen. Forscher untersuchen diese Effekte, um die polaren Ökosysteme und ihre Reaktionen auf die Klimaentwicklung besser zu kartieren.

Das Verständnis dieser Wechselwirkungen hilft vorherzusagen, wie das schnellere Verschwinden von Eisbergen die marinen Populationen beeinflussen könnte.

Quelle: NASA Earth Observatory
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