Adrien - Donnerstag 26 Februar 2026

💫 Diese Galaxie verliert einen Teil von sich selbst, während sie durch den Raum reist

Eine kürzliche Beobachtung des Hubble-Teleskops zeigt die Spiralgalaxie NGC 4388 dabei, wie sie einen leuchtenden Strom verliert. Dieses bemerkenswerte Ereignis findet statt, während sie sich in einer besonders dichten Umgebung bewegt.

NGC 4388 befindet sich etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Jungfrau und ist ein Mitglied des gleichnamigen Galaxienhaufens, einer massiven Ansammlung, die einen starken Einfluss auf ihre Bestandteile ausübt. Ihre Nähe zu anderen Galaxien erzeugt somit einzigartige Bedingungen, in denen unsichtbare Kräfte allmählich an den stellaren Strukturen wirken.


Eine seitliche Ansicht der Spiralgalaxie NGC 4388 zeigt einen Strom leuchtenden Gases, der aus ihrem Kern gerissen wurde, während sie durch den Virgo-Haufen zieht.
Bildnachweis: ESA/Hubble & NASA, S. Veilleux, J. Wang, J. Greene


Von der Erde aus fast von der Kante beobachtet, ermöglicht diese besondere Orientierung die Sicht auf ein bisher unbeobachtetes Detail: eine Gasfahne, die aus dem Zentrum der Galaxie entweicht. Dieser Strom erstreckt sich nach außen (bläulicher Fluss unten rechts im Bild) und entfernt sich von der galaktischen Scheibe. Diese Beobachtung wirft neue Fragen zu den Mechanismen auf, die in solchen Regionen des Kosmos am Werk sind.

Zwischen den Galaxien des Haufens füllt ein sehr heißes, dünnes Gas, bekannt als Intrahaufenmedium, den Raum. Während sie sich mit hoher Geschwindigkeit bewegt, durchquert NGC 4388 dieses Medium, das einen erheblichen Druck auf ihr eigenes Gas ausübt. Diese Wechselwirkung entreißt der Galaxie nach und nach Materie und hinterlässt eine leuchtende Spur hinter der sich bewegenden Galaxie. Dieser Prozess verändert die Zusammensetzung und die Zukunft von NGC 4388.

Das Leuchten dieses Gases scheint aus zwei Hauptquellen zu stammen. In der Nähe des galaktischen Zentrums heizt ein supermassereiches Schwarzes Loch die umgebende Materie auf und sendet Strahlung aus, die das Gas anregt. Weiter draußen tragen auch Stoßwellen, die durch die Kollision mit dem Intrahaufenmedium erzeugt werden, zu seiner Leuchtkraft bei. Diese kombinierten Phänomene machen den Strom von unserem Planeten aus beobachtbar.

Die neuesten Daten von Hubble, die mehrere Wellenlängen kombinieren, haben es ermöglicht, diese Gaswolke mit erhöhter Schärfe zu beobachten.

Quelle: ESA/Hubble
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