Eine Frau in ihren Dreißigern hat ihr ganzes Leben lang unkontrollierbare Lachanfälle erlebt, die sich jeder medizinischen Erklärung entzogen. Diese seltsamen Episoden, die seit ihrer frühesten Kindheit auftraten, waren von beunruhigenden Empfindungen begleitet und beeinträchtigten ihre Atmung, was ein medizinisches Rätsel darstellte.
Bei ihrer Konsultation beschrieb die Patientin unwillkürliche Lachanfälle, die sie als "freudlos" bezeichnete und die etwa einmal täglich beim Aufwachen auftraten. Jede Episode dauerte einige Sekunden und war von einem Gefühl der Angst im Nacken und in der Brust begleitet, das sie am Sprechen oder Schlucken hinderte.
Illustrationsbild Pixabay
In ihrer Kindheit waren diese Anfälle viel häufiger und dauerten mehrere Minuten an, wobei sie bis zu sechs- oder siebenmal täglich auftraten, auch während ihres Schlafes. Ihre Eltern, die die unwillkürliche Natur dieses Lachens nicht verstanden, baten sie einfach aufzuhören, ohne zu ahnen, dass es sich um eine neurologische Störung handelte.
Die Ärzte führten zunächst Standarduntersuchungen wie MRT und Elektroenzephalographie durch, die keine offensichtlichen Anomalien zeigten. Erst beim Betrachten von Videos der Anfälle erkannten die Kliniker die Ähnlichkeit mit gelastischen Anfällen, einer besonderen Form epileptischer Anfälle, die sich durch unkontrolliertes Lachen oder Kichern äußert. Der Begriff "gelastisch" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "der lacht", was diese Episoden perfekt beschreibt, bei denen die Person, obwohl bei Bewusstsein, ihre Gesichts- und Stimmausdrücke nicht kontrollieren kann.
Eine neue, eingehendere MRT-Untersuchung identifizierte schließlich die Quelle des Problems: eine kleine Läsion von 5 Millimetern im Hypothalamus, einer Gehirnregion, die für die Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts des Organismus wesentlich ist. Diese Struktur, nicht größer als eine Mandel, reguliert lebenswichtige Funktionen wie Hunger, Durst, Schlaf und Hormone. Bei der Läsion handelte es sich um ein hypothalamisches Hamartom, eine gutartige Fehlbildung, die während der fetalen Entwicklung entstanden war und die elektrische Aktivität des Gehirns stört.
Was diesen Fall außergewöhnlich macht, ist der natürliche, günstige Verlauf der Symptome. Während hypothalamische Hamartome normalerweise zu Entwicklungsverzögerungen, kognitiven Störungen oder frühem Beginn der Pubertät führen, zeigte diese Patientin keine dieser Probleme. Da die getesteten Antiepileptika keine Wirkung zeigten und die Anfälle mit der Zeit an Intensität und Häufigkeit abnahmen, kamen die Ärzte zu dem Schluss, dass keine weitere Behandlung notwendig war - ein Ergebnis, das bei dieser Art von Pathologie selten beobachtet wird.