Adrien - Freitag 29 August 2025

🌎 Die San-Andreas-Verwerfung kurz davor, das stärkste Erdbeben der Geschichte auszulösen?

Die San-Andreas-Verwerfung könnte das stärkste je aufgezeichnete Erdbeben auslösen. Und das könnte jederzeit passieren. Eine aktuelle Studie stützt sich auf die Erkenntnisse aus einem verheerenden Erdbeben in Myanmar, um dieses Szenario besser zu verstehen.

Verwerfungen sind Brüche in der Erdkruste, an denen sich Spannungen aufbauen, bis sie sich plötzlich entladen und Erdbeben verursachen. Die Sagaing-Verwerfung in Myanmar, die der San-Andreas-Verwerfung ähnelt, überraschte Wissenschaftler im März letzten Jahres durch das Ausmaß ihres Bruchs. Dieses Ereignis half, das unvorhersehbare Verhalten von Verwerfungen besser zu verstehen.


Künstlerische Darstellung einer Verwerfung, die eine Stadt in zwei Teile spaltet.

Die 1.200 Kilometer lange San-Andreas-Verwerfung ist bekannt für das Erdbeben von 1906, das mehr als 3.000 Menschen tötete. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein erneuter Bruch unvermeidlich ist, mit einem erhöhten Risiko für städtische Gebiete wie Los Angeles. Die derzeitigen Modelle könnten das potenzielle Ausmaß dieses zukünftigen Ereignisses unterschätzen.


Die Studie des Erdbebens in Myanmar zeigte, dass der Bruch sich über 500 Kilometer erstreckte, weit mehr als erwartet. Diese Entdeckung stellt die Hypothese der seismischen Lücken in Frage, wonach sich Verwerfungen hauptsächlich in Bereichen brechen, in denen sich seit langem Spannungen aufgebaut haben. Die Forscher nutzten Satellitenbilder, um die Bodenverschiebungen nach dem Erdbeben zu messen.

Satellitenbildgebungstechniken bieten eine neue Perspektive für die Erforschung von Erdbeben. Sie ermöglichen die Erkennung von Bodenbewegungen, die traditionellen Methoden entgehen. Diese Fortschritte könnten die Erdbebenvorhersage verbessern und helfen, die Bevölkerung besser auf zukünftige Erdbeben vorzubereiten.


Kalifornien ist dicht besiedelt.

Verwerfungen wie die San-Andreas- und die Sagaing-Verwerfung folgen nicht immer den Mustern der Vergangenheit. Diese Studie unterstreicht die Bedeutung, die komplexen Mechanismen von Erdbeben weiter zu erforschen. Technologische Fortschritte ebnen den Weg für ein besseres Verständnis dieser verheerenden Naturphänomene.

Wie bauen seismische Verwerfungen Energie auf?


Seismische Verwerfungen sind Bereiche, in denen tektonische Platten aneinander reiben und sich manchmal verkeilen. Im Laufe der Zeit bauen sich entlang dieser Verwerfungen Spannungen auf.

Wenn die Spannung die Widerstandsfähigkeit der Gesteine übersteigt, bricht die Verwerfung plötzlich. Dieser Bruch setzt die angesammelte Energie in Form seismischer Wellen frei und verursacht ein Erdbeben.

Die Menge der freigesetzten Energie hängt von der Größe der gebrochenen Zone und der Verschiebung der Platten ab. Je größer der Bruch und die Verschiebung, desto stärker das Erdbeben.

Wissenschaftler untersuchen diese Mechanismen, um das Erdbebenrisiko in besiedelten Gebieten besser einzuschätzen.

Was ist die Hypothese der seismischen Lücken?


Die Hypothese der seismischen Lücken besagt, dass Verwerfungen dazu neigen, in Bereichen zu brechen, in denen sich seit langem Spannungen aufgebaut haben. Diese Bereiche, sogenannte Lücken, gelten als besonders anfällig für Erdbeben.


Diese Hypothese hat die Erdbebenvorhersage jahrzehntelang geleitet. Sie basiert auf der Annahme, dass Verwerfungen regelmäßig die angesammelte Energie freisetzen, um übermäßige Spannungen zu vermeiden.

Das Erdbeben in Myanmar zeigte jedoch, dass Verwerfungen weit über die identifizierten Lücken hinaus brechen können. Dies stellt die Zuverlässigkeit dieser Hypothese für die Vorhersage zukünftiger Erdbeben in Frage.

Aktuelle Forschungen zielen darauf ab, diese neuen Daten zu integrieren, um die Vorhersagemodelle zu verbessern.

Quelle: Caltech
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