Adrien - Freitag 6 Februar 2026

🧠 Bevor du überhaupt geboren wirst, kann dein Gehirn auf Alkohol programmiert werden

Wie können Ereignisse, die noch vor unserer Geburt passieren, unser Verhalten Jahrzehnte später prägen? Eine aktuelle Forschung untersucht diesen Zusammenhang zwischen pränataler Alkoholexposition und der Tendenz, mehr und schneller zu trinken, und deckt dabei frühe Veränderungen im Gehirn auf.

Diese in JNeurosci veröffentlichte Studie wurde von Mary Schneider und Alexander Converse von der Universität von Wisconsin-Madison durchgeführt. Ihr Protokoll nutzte Rhesusaffen, um die Langzeiteffekte von Alkohol und Stress während der Schwangerschaft zu beobachten, mit dem Ziel besser zu verstehen, wie diese Faktoren die Gehirnentwicklung beeinflussen.


Pixabay-Illustration

Schwangere Affen wurden drei Bedingungen ausgesetzt: mäßiger Alkoholkonsum, leichter Stress oder einer Kombination aus beidem. Im Erwachsenenalter wurden die Nachkommen dann hinsichtlich ihrer Gehirnchemie, mit besonderem Augenmerk auf das Dopaminsystem, sowie ihres Alkoholkonsumverhaltens getestet.


Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die pränatale Alkoholexposition das Dopaminsystem bei Erwachsenen verändert und mit einem schnelleren Trinken in Verbindung steht. Eine wichtige Erkenntnis: Die Gehirnmessungen, die vorgenommen wurden, bevor die Tiere Alkohol tranken, ermöglichen es, ihr künftiges Verhalten vorherzusagen, was ähnliche Beobachtungen beim Menschen hinsichtlich alkoholbedingter Störungen widerspiegelt.

Diese Gehirnreaktionen könnten helfen zu erklären, warum manche Menschen von gelegentlichem Konsum zu schwerwiegenderen Problemen übergehen, während andere dies nicht tun.

Für die menschliche Gesundheit zeigt diese Forschung, dass Alkoholkonsum während der Schwangerschaft langfristige Folgen haben kann, indem sie die pränatale Alkoholexposition mit weniger gesunden Trinkgewohnheiten später im Leben in Verbindung bringt. Obwohl pränataler Stress keinen direkten Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum zeigte, könnte er andere Verhaltensaspekte beeinflussen.

Quelle: JNeurosci
Ce site fait l'objet d'une déclaration à la CNIL
sous le numéro de dossier 1037632
Informations légales